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Ärzte Zeitung,
09.04.2002
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Klinikum Aschaffenburg baut Mamma-Kompetenzzentrum auf
An der interdisziplinären Einrichtung sind auch Niedergelassene
beteiligt
MÜNCHEN (sto). Mit etwa 340 000 Euro fördert das Bayerische
Sozialministerium den Aufbau eines interdisziplinären Mamma-Kompetenzzentrums
am Klinikum Aschaffenburg. Beteiligt sind auch drei niedergelassene Gynäkologen
und Radiologen aus der Region sowie das Kreiskrankenhaus Alzenau-Wasserlos.
Mit Hilfe eines neuartigen Datenkompressionsverfahrens sollen ab Ende
Mai von den niedergelassenen Ärzten und dem Kreiskrankenhaus Mammographiebefunde
in digitalisierter Form an das Kompetenzzentrum in der Frauenklinik des
Klinikums Aschaffenburg zur Zweitbefundung übermittelt werden.
Dort sollen die Aufnahmen dann mit einer neuen computerunterstützten
Diagnosetechnik auf Auffälligkeiten hin überprüft werden,
berichtete der Chefarzt der Frauenklinik, Professor Alexander Teichmann,
bei einer Fachtagung des Sozialministeriums über Telemedizin. So
können zum Beispiel Mikroverkalkungen in der Brust mit Hilfe der
computerassistierten Diagnostik eigenes markiert und so besser erkannt
werden.
Wenn bei den Untersuchungen Auffälligkeiten entdeckt werden, könne
sofort eine optimierte durchgängige Brustkrebsbehandlung eingeleitet
werden, erläuterte Teichmann. "Vom Einsatz der Telemedizin versprechen
wir uns eine effizientere Brustkrebsdiagnostik mit gleichzeitig verbesserter
Qualität", erklärte dazu Bayerns Sozialministerin Christa
Stewens.
Das telemedizinische Projekt in Aschaffenburg sei ein weiterer wichtiger
Beitrag zu einer besseren Verzahnung von ambulantem und stationärem
Bereich und diene vor allem der Vermeidung von Mehrfachuntersuchungen.
"Informationen gehen so nicht verloren", erklärte die Ministerin.
Mit der Telemedizin seien medizinische Dienstleistungen auch über
räumliche Entfernungen hinweg durch die kombinierte Anwendung von
Informatik und Telekommunikation möglich. "Dies birgt ein großes
Potential für eine weitere Qualitätsverbesserung der gesundheitlichen
Versorgung - auch im Bereich der Mammadiagnostik" erklärte Stewens.
Bereits im Dezember vergangenen Jahres habe das Sozialministerium deshalb
zusammen mit der KV Bayerns ein Programm zur Qualitätssicherung in
der Mammographie gestartet.
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